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| 12. Tag: Mittwoch 09.08.2006 - Insel Runde |
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| Es regnet und Klaus darf schlafen, bis es gegen 11.00 Uhr aufhört. So wird spät gefrühstückt, wieder gemeinsam mit vielen Spatzen, einem kleinen Vorgeschmack auf unser nächstes Reiseziel, der Vogelinsel Runde. |
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| Wir nehmen zunächst die Fähre zur Insel Hareid, nach der sich nettes Inselhopping anschließt. Die Fahrt geht über diverse recht abenteuerliche Brücken, bei dem auf und ab fühlt man sich zuweilen wie auf der Achterbahn. |
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| Der kleine Campingplatz auf Runde ist erstaunlich leer, daher beziehen wir unseren Platz direkt an der Kaimauer und buchen gleich für 16.30 Uhr eine Kutterfahrt um die Insel. |
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Unsere kleine Gruppe besteht aus 2 Pärchen aus Holland und Österreich und einem Single der uns ununterbrochen mit launigen Geschichten zutextet. |
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| Der Kapitän des kleinen Kutters und seine Frau waren beide Lehrer, bis die einzige Schule der Insel geschlossen wurde. So haben wir wirklich Glück und hören alle Informationen in gut verständlichem Englisch. |
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| Die Fahrt führt einmal um die Insel. Hier auf der Brücke steht ein allseits belächelter Angler und versucht sein Glück aus luftiger Höhe. Immerhin landet der Haken nicht in unserem Auge. |
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| Mittlerweile nieselt es leicht und der Wind frischt deutlich auf, je weiter wir auf die Atlantikseite kommen. Das kleine Schiff tanzt auf den meterhohen Wellenbergen, was zunächst noch ganz lustig ist. |
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Die sehr irisch anmutende kleine Insel Runde hat zur Zeit nur noch 100 Einwohner, da die jungen Menschen dort keine Arbeit finden. Berühmt ist sie durch die Millionen von Seevögel, welche jedes Jahr im späten Frühjahr an ihre Brutstätten zurückkehren und einen regen Touristenstrom auslösen. |
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Leider waren die 300.000 niedlichen Papageientaucher schon abgereist. Neben den verschiedenen Mövenarten toben übers Jahr weitere 700.000 Vögelchen in schwarz und weiß mit so putzigen Namen wie Basstölpel und Trottellummen in den Felsen herum und scheissen alles zu. |
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Petra ist vom Wellengang schon ganz mulmig, daher verteilt die Lehrerin irgendwelche Lutschbonbons, was allein wegen der Ablenkung etwas hilft. Zwischendurch hören wir nette Geschichten über die Entwicklung der Insel und vom gesunkenen Holländerschiff, dessen Kisten mit Golddublonen noch heute auf ihre Bergung warten. Nach 2 Stunden sind alle nass, die jungen Leute wollen aber unbedingt weiter zu den Seehundbänken. Wir zwei steigen vorher am Hafen aus und legen uns am Wohnwagen trocken. Gegen Abend kommt der Campingplatzbesitzer und verschenkt an die Gäste frischen Fisch.
Es regnet bis 22.00 Uhr leise vor sich hin, dann geht die Sonne quietschrosa unter, als ob nichts gewesen wäre. Mit der Dunkelheit steigt auch die Flut, aber hinter der hohen Kaimauer sind wir sicher.
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